In der paartherapeutischen Praxis gehören Elternpaare (getrennt oder zusammenlebend), deren Kindern in therapeutischer Behandlung sind, zu den Paaren, die sehr herausfordernd sind. Um im Interesse des Kindes eine Kooperation mit den Eltern, aber auch zwischen den Eltern herzustellen, braucht es eine klare Gesprächsführung durch den:die Therapeut:in, ebenso aber auch die Bereitschaft zu wohlwollender Konfrontation, sowie die Fähigkeit, sich nicht in die Dynamik des (Ex-)Paares verwickeln zu lassen.
Kontinuierlich verfeinern die Teilnehmenden ihre Fertigkeiten der Gesprächsführung vor allem im Paarsetting und in herausfordernden Situationen.
In Seminar 1 werden die Grundlagen der Gesprächsführung erarbeitet und geübt. Zentral ist eine Auseinandersetzung mit der eigenen therapeutischen Rolle und Haltung. Darüber hinaus werden bewährte Interventionen gezeigt und ausprobiert.
Durch eine aktive zugewandte Gesprächsführung, bei der die Therapeut:innen beide im Blick haben und schnell intervenieren, können dysfunktionale Interaktionen begrenzt werden. Das ist die Voraussetzung dafür, um mit den Eltern daran zu arbeiten, wie sie die Therapie im Interesse des Kindes unterstützen können.
In Seminar 2 werden die Interventionen mit dem Schwerpunkt streitende und feindselige Eltern vertieft. In diesem Zusammenhang wird auch die Problematik der Arbeit mit getrennten Eltern Raum haben.
Zentral ist ein Verständnis für die Reaktivität beider Eltern. Es geht darum, Vorwürfe und Anklagen wirksam zu unterbrechen und besser zu verstehen, was jedes Elternteil zu seinem Verhalten motiviert. Die wohlwollende Konfrontation mit der Realität und den Entscheidungen erfordert von den Therapeut:innen, einen klaren Kopf zu bewahren und freundlich aber klar zu intervenieren.
Besonderes Augenmerk richten wir in Seminar 3 auf problematische und herausfordernde Situationen im Elterngespräch. Gemeinsam werden diese reflektiert, um sinnvolle Interventionen zu entwickeln und diese im Rollenspiel zu erproben.
Hier ist es zentral, sehr genau zu beobachten, was im Gespräch geschieht und diese Beobachtungen zu adressieren. Denn sonst besteht die Gefahr, an den Eltern vorbei zu arbeiten und zu wenig Zugkraft zu entwickeln. Ein großer Schwerpunkt dieses Seminars ist die Kunst der wohlwollenden Konfrontation.
Auch Präsenz, Kontakt und therapeutische Allianz werden wichtige Themen der gemeinsamen Arbeit sein.
Methodisch werden sich in allen drei Seminarblöcken Theorie-Input, Fallarbeit, Austausch sowie Videos und Rollenspiele abwechseln. Die Vertiefung geschieht anhand Fällen der Teilnehmenden, für die ausreichend Raum sein wird.
Termine: 8. und 9. September (16UE)
Nach der Teilnahme an der Fortbildung sollen die Teilnehmer*innen
Schwerpunkt 2: Gesprächsführung mit feindseligen und eskalierenden Paaren
Termin: 6. und 7. Oktober 2025 (16UE)
Gespräche mit streitenden feindseligen Paaren (ganz gleich ob zusammenlebend oder getrennt) sind herausfordernd. Häufig sind die Eltern mehr daran interessiert, einander Schaden zuzufügen, als im Interesse der Kinder zu handeln.
Nach der Teilnahme sollen die Teilnehmer*innen
Dafür ist die Auseinandersetzung mit folgenden Themen im Seminar geplant:
Termin: 10. und 11. November 2025 (16UE)
Was tun, wenn das, was die Eltern tun oder sagen, den:die Therapeut:in sprachlos oder hilflos macht? Was, wenn die beiden ihr Verhalten nicht verändern? Was, wenn sie den:die Therapeut:in angreifen, entwerten oder auflaufen lassen?
In dieser Kursreihe werden Haltung und Interventionen erarbeitet, die sich in der Arbeit mit herausfordernden Paaren bewährt haben. Ausgangspunkt ist die Theory of Mind und das sehr genaue Hinschauen auf das Verhalten der Eltern im Hier und Jetzt. Wie lassen sich diese Beobachtungen nutzen, um Zugkraft zu entwickeln und die Eltern zu einer Verhaltensänderung herauszufordern?
Wir werden nicht nur Interventionen üben, sondern an Fällen aus der Praxis der Teilnehmenden arbeiten.
Nach der Teilnahme an der Fortbildung sollen die Teilnehmer*innen
Wesentliche Inhalte sind:
Kinder- und Jugendlichentherapeut*innen, Mitarbeiter*innen von Erziehungsberatungsstellen
Online über die Plattform Zoom
Teilnahmegebühr
Barbara Beck, KJP, systemische Paar- und Sexualtherapeutin, Mönchengladbach
Ein Antrag bei der Landespsychotherapeutenkammer ist gestellt. In der Regel beträgt die Anzahl der Fortbildungspunkte mindestens die Anzahl der Unterrichtseinheiten.
Berit Brockhausen, Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Paar- und Sexualtherapie.
Die Lehrgangsleitung berät gerne in inhaltlichen Fragen.
IDA – Institut für differenzierungsbasiertes Arbeiten in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT)
Online oder per Mail an buero@desafinado.de
Ihre Anmeldung gilt als verbindlich, wenn die Teilnahmegebühr überwiesen wurde. Mit der Anmeldung erkennen Sie die hier genannten Teilnahmebedingungen an. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt.
Der Rücktritt erfolgt in schriftlicher Form bis zu 6 Wochen vor Kursbeginn unter Einzug einer Bearbeitungsgebühr von 25,- €. Bei späterem Rücktritt wird die gesamte Gebühr einbehalten, es sei denn, es rückt jemand von der Warteliste nach.
IDA AGB Die allgemeinen Geschäftsbedingungen können Sie hier einsehen.
Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt.
Wir behalten uns evtl. notwendige Terminänderungen vor, sind aber bemüht diese zu vermeiden. Bitte beachten Sie, dass wir bei Präsenzseminaren keine Hotelbuchungen durchführen.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne unter buero@desafinado.de zur Verfügung.
IDA. Lenbachstrasse 16. 10245 Berlin.
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