Differenzierungsbasierte Sexualtherapie

Wir haben das Curriculum neu strukturiert. Und es gibt einen geheimen Plan dahinter: Wir wollen, dass möglichst viele Kolleg:innen sich für die Arbeit an der Schnittstelle zwischen Paar- und Sexualtherapie interessieren. Deshalb haben wir die Seminarabfolge verändert.

Das IDA-Curriculum setzt an der Schnittstelle zwischen Paar- und Sexualtherapie an.

Es ist geeignet für Sexualtherapeut:innen, die ihr Wissen und Können wirksam auch im Paarsetting anwenden wollen und daran interessiert sind, wie sie die Dynamik im Paar aufgreifen und nutzen können.

Und es ist geeignet für Paartherapeut:innen, die entspannt mit dem Thema Beziehungssexualität und sexuelle Probleme in der Paarbeziehung arbeiten wollen.

Eine fundierte Qualifizierung in der Sexualtherapie mit Paaren setzt also umfassende paartherapeutische Kompetenzen voraus. Das Curriculum ist daher in drei aufeinander aufbauende Phasen gegliedert.

Phase 1: Grundausbildung in differenzierungsbasierter Paartherapie

Die fünf Grundlagenseminare vermitteln die wesentlichen Kompetenzen, um mit Paaren therapeutisch arbeiten und den differenzierungsbasierten Ansatz sicher anwenden zu können.
Dabei werden immer wieder auch Beispiele aus dem Bereich Sexualität einbezogen. Wer sich von Anfang an für Sexualtherapie interessiert, ist in dieser Grundausbildung daher genau richtig.

Phase 2: Aufbauseminare

Im Aufbauseminar Beziehungssexualität wird Sexualität als selbstverständliches Thema der Paartherapie aufgegriffen.
Vermittelt werden ein vertieftes Verständnis sexualdynamischer Konflikte in Paarbeziehungen sowie konkrete Ansätze für eine fachlich fundierte und sinnvolle therapeutische Arbeit mit diesen Dynamiken.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Seminar Bedürfniskonflikte in der Paar- und Sexualtherapie.
Unterschiedliches sexuelles Begehren erzeugt in vielen Paarsystemen eine hohe Anspannung. Häufig bestimmt die Wenigerwoller:in das sexuelle Geschehen, was für die Mehrwoller:in schwer zu ertragen sein kann. Diese Positionen entstehen in jeder Paarbeziehung. Sie werden nicht bewusst ausgesucht, können sich jedoch im Laufe der Zeit verfestigen und die Beziehung stark belasten. Im Seminar wird vermittelt, wie solche Dynamiken verstanden, angesprochen und
differenzierungsbasiert bearbeitet werden können.

Phase 3: Vertiefung Sexualtherapie mit Paaren

Für Kolleg*innen, die einen Schwerpunkt in der Sexualtherapie entwickeln möchten, folgen vertiefende Seminare zur differenzierungsbasierten Arbeit mit Paaren bei konkreten sexuellen Problemen.

In den Vertiefungsseminaren kann bereits auf den paartherapeutischen und sexualtherapeutischen Grundlagen aufgebaut werden. Dadurch bleibt mehr Raum für konkrete Interventionen, therapeutische Prozessgestaltung, Fallarbeit und praktisches Üben.

Schwerpunktthemen

  • Erektionsprobleme
  • sexuelle Unlust
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Orgasmushemmungen
  • Sexualität im Alter
  • Sexuelle Traumatisierung und ihre Auswirkungen auf die Paarbeziehung
  • Prozessteuerung in der Sexualtherapie mit Paaren

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